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Momente – Rückblick 2018 Teil 1

Hallo ihr Lieben,

als erstes werdet ihr sicher bemerkt haben das ich den Titel von „Glücksmomente“ in „Momente“ geändert habe. Soll nicht heißen, dass ich nicht mehr über Glück schreiben möchte, nein, ich möchte mich weiter ausdehnen und auch andere Momente einbringen. Selbstverständlich wird es aber immer wieder auch Glücksmomente geben.

Das heutige Thema soll mein Rückblick 2018 sein. Ich habe mir Gedanken darüber gemacht, was dieses Jahr alles passiert ist, was sich verändert hat. Welche Menschen kamen in mein Leben, welche gingen, was gab es neues an Projekten, habe ich mich verändert. All die Dinge auf die man gerne mal am Jahresende blickt und entweder enttäuscht ist oder sich auf die Schulter klopft und denkt WOW was habe ich alles geschafft. Andere wieder nehmen sich gute Vorsätze für das neue Jahr vor, allerdings ohne eine Rückschau gehalten zu haben. Was ich davon halte beschrieb ich bereits in meinem letzten Beitrag.

Aber beginnen wir von vorn.

Januar: es beginnt wie jedes Jahr, völlig unspektakulär hoffe ich auch dieses Jahr das alle gesund bleiben, die Arbeit leichter geht, alles viel ruhiger, stressfreier zugehen soll. Doch weit gefehlt… Natürlich beginnt, rein arbeitstechnisch, alles so wie jedes Jahr. Neue Prüfungen stehen bevor, Krankenmeldungen, zu wenig Personal, zu viel Arbeit. Das tägliche Arbeitspensum pendelt sich in einen überschaubaren 10 -12, manchmal auch 14 Stundentag ein.  Aber was soll’s, bin ich ja gewöhnt und wenn ich ehrlich bin, habe ich auch nichts anderes erwartet. Und selbstverständlich bin ich auch, wie immer, ziemlich gestresst. Die Dinge laufen mal wieder nicht so wie ich es mir gedacht habe. Aber das Jahr hat ja gerade erst begonnen, somit besteht berechtigte Hoffnung das alles noch gut wird. Im Privatleben ändert sich auch nichts, die Liebe wird nach wie vor in meiner Familie groß geschrieben. Mit meinem Mann und mir ist alles super. Meine große Tochter wirkt etwas gestresst, da die Abiturprüfungen vor der Tür stehen. Ich mache mir diesbezüglich keine Sorgen, habe vollstes Vertrauen das sie ein super Abitur haben wird. Meine kleine Tochter… ach was soll ich dazu schreiben? Die Pubertät hat Einzug gehalten. Sie bringt meinen Stresslevel auf einen neuen Höchststand. Aber ich liebe sie und irgendwann muss die Pubertät ja auch vorbei sein. Ich schmiede schon einmal heimlich kleine Rachepläne für sie;) Irgendwann… Unser gemeinsames Hobby, Eishockey, pflegen wir mit Leidenschaft. Kein Heimspiel ohne uns!!! Komme da was wolle.

Februar: Karneval und andere Krankheitsbedingte Ausfälle prägen mein Arbeitsleben, diesen Monat, wie keinen anderen. An meinen 10 -14 Stundentag habe ich mich tatsächlich gewöhnt und es macht mir kaum noch etwas aus. So habe ich weniger mit dem pubertierendem Etwas zu tun. Arbeit, Tag ein Tag aus und am Wochenende auch noch, dies dann allerdings von zu Hause. Die wenige Freizeit genieße ich beim Eishockey, einem schönem Bad oder beim gemeinsamen Spielen mit der Familie. Nebenbei lese ich Bücher, meist mehrere gleichzeitig, dass nenne ich mal Effizienz. Ein geplantes Highlight erwartet mich noch. Ich habe Karten für ein Wochenend – Seminar inklusive Hotelübernachtung für meinen Mann und mich gebucht. Mal raus aus allem, mal was anderes erleben, andere Leute kennenlernen und vielleicht sogar etwas neues lernen. Oliver Geisselhart war der erwählte Trainer und ich war mächtig gespannt. Das dieses Seminar für mich eine entscheidende Wendung in meinem Leben werden sollte, ahnte ich noch nicht. Wir also auf nach Niedernhausen. Ich freute mich tierisch auf dieses Wochenende. Und da war er! Er, der Oliver Geisselhart, der Gedächtnis – und Mentaltrainer Deutschlands. Schon wie er den Saal betrat spürte ich eine eigenartige Wirkung auf mich. er berührte mich mit seinen Aussagen, seiner Art und seinem Wissen. Ich saugte förmlich alles auf was er von sich gab. Oli ist ja nun nicht der Trainer, so wie man sich vielleicht einen Trainer vorstellt. Nein, er ist eher ein Entertainer mit Wissensvermittlung. Und während ich ihm die 2 Tage lang zuhörte, Notizen machte und allerlei Gedanken in meinem Kopf sich gleichzeitig drehten, wurde mir klar, dass ich so wie bisher definitiv nicht weiter machen konnte und auch nicht wollte. Genau wie Oli, habe ich der Menschheit etwas zu sagen, Wissen zu vermitteln, welches hilfreich und umsetzbar ist. Das konnte ich aber bisher überhaupt nicht leben. Da muss ich so alt werden, um festzustellen, dass ich mich garnicht auf dem Weg befinde auf welchem ich eigentlich sein sollte. WOW, was für Wochenende! 
Und ehe ich mich versah war eine neue Idee in meinem Kopf geboren. Mein Mann ahnte schon was da wieder an „Flausen“ in meinem Kopf abgingen.  Und weil alles so toll war, gewann ich sogar noch eine Folgeseminar. Nun war ich restlos begeistert. Ich meldete mich auch noch spontan zum Speakercamp an. Mein Mann sagte einfach „mach doch“. Der Termin für das Speakercamp lag noch im Nirvana, da ich noch nicht entschlossen war, wann ich hingehen wollte, gedanklich war ich damit in 2019. Natürlich kam alles anders.  Wieder zu Hause begann ich sofort meine Ideen umzusetzen und schrieb mir wahrlich die Seele aus dem Leib, alles, was ich schon so lange in mir trug für meine Idee, floss aus mir heraus, ein Ende kaum in Sicht.

März: Ich bin immer wieder am schreiben, korrigieren, verbessern, nach wie vor habe ich so viele Ideen um einen Kurs zu kreieren. Ich mache mich schlau, spreche mit verschiedenen Coaches hole mir Tipps, damit alles richtig Gestalt annehmen kann. Auf der Arbeit ist alles wie immer, keine Veränderungen hier zu verzeichnen. Meine Familie findet meine Ideen richtig gut und unterstützen mich wo sie können. Die ersten Ängste stellen sich ein! Ist das was ich vorhabe und was ich da so schreiben von Wert für andere??? Ich denke schon, aber sehen andere das so? Bin ich gut genug? Kann ich das wirklich machen, neben meinem Hauptjob. Ich merke wie mein übereifriger Einsatz langsam an meine Substanz geht. Ich weiß das ich etwas kürzer treten sollte, aber wer hört denn  schon darauf, ich schon mal nicht. Also geht es weiter. Morgens 5.00 Uhr aufstehen, zur Arbeit, dann Abends zurück und bis spät an meinen Inhalten arbeiten. Mein Sresslevel hat mittlerweile enorme  Formen angenommen, ich schau mal lieber nicht mehr in den Spiegel, da ich fühlen kann wie ich aussehe. Ach ja Geburtstag hatte ich auch noch, dass war ein super „Auszeit – Tag“! Die Zeit vergeht, man kann sie nicht aufhalten, alles vergeht so schnell, wie soll ich bloß alles schaffen? Ich hatte mir ein Mindmap gemacht, wo das Erscheinungsdatum Mitte Mai stand, ich setzte mich selber unter Druck. Aber ich habe ja genug Reserven, glaubte ich.

April: Langsam nimmt alles Gestalt und Form an! Ja, es sieht schon gut aus was ich da kreiert habe. Auf der Arbeit ist der Stress leider nicht weniger geworden, meine Motivation sinkt langsam aber stetig. Ich weiß manchmal nicht mehr wo mir der Kopf steht, fühle mich komplett ausgepowert. Spontan entschließe ich mich zu meiner Schwester nach Mallorca zu fliegen und ein paar Tage Auszeit zu nehmen. Mit ihr kann ich sehr gut reden und natürlich soll sie die Grobfassung meines Kurses in Augenschein nehmen. Ich habe wundervolle 4 Tage auf Mallorca verbracht und bin schlussendlich zu der Erkenntnis gekommen, dass ich dringend aus meinem Hauptjob raus muss. Dieser raubt mir einfach meine Energie und bringt mich nicht weiter, nein er saugt mich nur aus und ändern tut sich auch nichts. Ganz im Gegenteil, es fühlt sich so an als ob alles immer schlimmer wird.  Das Wetter wird langsam besser und meine Lebensgeister kehren langsam wieder zurück.

Mai: Was meinen Kurs angeht bin ich völlig im Verzug. Der Text steht zwar, aber jetzt kommen die komplizierten Sachen. Hier sei zu erwähnen, dass ich technisch völlig unbegabt bin. des Weiteren habe ich immer Vorstellungen in Bezug auf Technik, die weit weg vom umsetzbaren sind. Hier fangen die ersten Zwistigkeiten zwischen mir und meinem Techniker (auch Ehemann genannt) an. Ich will so, er sagt geht nicht, ich frage warum, er sagt weil es nicht geht. Ich habe diese Vorstellung, er sagt geht nicht, ich werde ungeduldig. Er sagt es geht so und so, ich sage, gefällt mir nicht, so habe ich mir das nicht vorgestellt. An unserer Zusammenarbeit und Kommunikation müssen wir dringend arbeiten. Ich vergesse, natürlich in meinem Überschwang, dass er auch noch andere Dinge zu tun hat. Er weist mich darauf hin, ich fühle mich in Bezug auf meine Sache völlig vernachlässigt und missverstanden. Am Ende finden wir den Kompromiss, womit wir beide zufrieden sind. Auf der Arbeit nimmt der Stress jetzt Höchstformen an. Krankheitsfälle die kaum noch abgefangen werden können, internes Audit, etc. Ich mag nicht mehr… Bin aber sehr verbunden mit dem Haus und laufe weiterhin auf Hochtouren, um das Arbeitspensum abzuarbeiten. Der Kurs muss nun warten, dafür kann ich jetzt keine Zeit und Kraft aufbringen. Ich finde mich damit ab, dass der Kurs Mitte Mai nicht fertig geworden ist. Nicht schlimm, mich hetzt ja keiner.

Juni: Dieser Monat hatte es wirklich in sich. Er ist in meinem Rückblick der entscheidenste Monat überhaupt. Wer hätte gedacht, dass sich nun in der Tat alles verändern würde. Aber der Reihe nach… Der Kurs ruht derzeit, da ich bei der Arbeit einfach zu viel zu tun habe. Die Prüfbehörden stehen vor der Tür und wir kriegen, wie jedes Jahr, so ziemlich alles gut hin.  Dann eines Morgens werde ich ohne Vorankündigung, innerhalb von 5 Minuten, von meiner Funktion freigestellt. Meiner direkten Chefin und mir verschlägt es erst einmal die Sprache. Auf die Frage meiner Chefin, warum, gibt es natürlich keine Antwort, ausser, dass er nichts begründen müsse. Nach 11 Jahren, ohne Begründung, einfach raus. Das war schon mal ne Nummer. Wenn ich ehrlich bin, wußte ich warum, darauf gehe ich hier aber nicht ein.. Nur soviel, an mir hat es nicht gelegen. 2 Tage danach ging es mir richtig schlecht, irgendwie verstand ich die Welt nicht mehr. Ich erhielt einen Anruf vom Team Geisselhart mit der Frage, ob ich am Speakercamp im September auf Mallorca teilnehmen möchte. Spontan sage ich ab… schließlich haben wir zu dieser Zeit die Zertifizierung für unser Haus. Aber halt, STOP, ich bin ja garnicht mehr dabei, ich vergaß. Ich revidierte sofort meine Aussage und stimmte, natürlich, zu. Mallorca, meine Insel, dass darf man nicht ausschlagen. Am Wochenende bin ich dann auf dem Folgeseminar, welches ich ja im Februar gewonnen hatte. Der Oli ist ja schon so einer… An diesem Seminar hatte zwischenzeitlich gar keinen Spaß und fing dort auch einmal an zu weinen, zu viel und alles noch zu frisch war die Situation bei meiner Arbeit. Aber der Oli wäre ja nicht der Oli, wenn er nicht dafür sorgen würde das die eine oder andere Erkenntnis einen ereilt. So war es auch bei mir.


Aber darüber berichte ich in Teil 2 meines Rückblickes.

Also, bleib neugierig

Aufgeben ist keine Option – Machen macht`s!

In diesem Sinne eine schöne Zeit

Eure Power – Energie – Mut und Motivations -Tankstelle

Tatjana

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